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Person · prägte den Begriff „Prompt Injection“

Simon Willison

Zusammengestellt von Gökhan Köse, Herausgeber · zuletzt geprüft 5. August 2026

Simon Willison prägte am 12. September 2022 den Begriff „Prompt Injection“ und gehört seither zu den öffentlich sichtbarsten Analysten für die Sicherheit von Sprachmodell-Anwendungen.

Rolle im Feld
Namensgeber des Begriffs „Prompt Injection“ (12. September 2022)
Weitere Bekanntheit
Co-Autor des Django Web Framework, Schöpfer von Datasette
Aktueller Fokus
LLM-Sicherheit, Prompt Injection, agentische Systeme
Prägende Konzepte
„Prompt Injection“ (Begriff, 2022), Dual-LLM-Muster (2023), „Lethal Trifecta“ / tödliche Trias (2025)
Publikationen zum Thema
über 150 Blogbeiträge seit September 2022, laufend
Eigene Plattform
simonwillison.net

Wer ist Simon Willison?

Simon Willison (geboren 1981 im Vereinigten Königreich) ist britischer Programmierer und unabhängiger Forscher. Bekannt wurde er zunächst als Co-Autor des Django Web Framework und als Schöpfer des Open-Source-Werkzeugs Datasette.

Seit September 2022 ist er einer der öffentlich sichtbarsten Analysten für Prompt Injection und die Sicherheit von Anwendungen mit großen Sprachmodellen. Sein Blog zählt zu den am häufigsten in wissenschaftlichen Arbeiten zitierten nicht-akademischen Quellen des Feldes.

Der 12. September 2022 — die Prägung des Begriffs

Am 11. September 2022 demonstrierte Riley Goodside öffentlich, wie sich die Systemanweisung eines GPT-3-Bots durch eine eingeschleuste Nutzereingabe verdrängen lässt. Einen Tag später veröffentlichte Willison den Blogbeitrag, der die Angriffsklasse benannte: „Prompt Injection“.

Willison grenzte den Begriff bewusst von klassischer Injection wie SQL-Injection ab und benannte die Wurzel des Problems: Systemanweisung und Fremdtext teilen sich denselben Kontext, und das Modell kann sie nicht zuverlässig trennen. Der historische Ablauf ist unter Ignore Previous Instructions dokumentiert.

Konzepte, die auf Willison zurückgehen

Dual-LLM-Muster (2023): Ein privilegiertes Modell steuert Aktionen, ein zweites, isoliertes Modell verarbeitet nicht vertrauenswürdige Inhalte, ohne selbst wirksame Aktionen auslösen zu können. Das Muster ist der konzeptionelle Vorläufer von CaMeL.

Lethal Trifecta (2025): Willisons verdichtete Bedingung dafür, wann Prompt Injection unweigerlich ausbeutbar wird — sobald private Daten, nicht vertrauenswürdige Inhalte und eine Exfiltrationsmöglichkeit zusammentreffen. Auf diesem Portal als tödliche Trias geführt.

Prompt Injection als ungelöstes Problem: Willisons Kernposition nach über drei Jahren lautet, dass es keine allgemeine Lösung gibt — nur die Möglichkeit, Architektur so zu bauen, dass eine Injektion nichts anrichten kann.

Rolle als Übersetzer für die Praxis

Was Willison im Feld einzigartig macht, ist die Übersetzungsleistung: Er überführt akademische Arbeiten und Hersteller-Advisories in verständliche, überprüfbare Analysen für Praktiker. Damit ist er neben dem akademischen Systematiker Kai Greshake und dem Praxis-Dokumentator Johann Rehberger eine der drei tragenden Figuren der öffentlich sichtbaren Prompt-Injection-Forschung.

Zeitleiste

12. September 2022
Prompt injection attacks against GPT-3 — prägt den Begriff
ab September 2022
Blog-Serie zu Prompt Injection, über 150 Beiträge, laufend
April 2023
Erste vollständige Beschreibung des Dual-LLM-Musters
November 2023
Prompt injection explained — umfassende Zwischenbilanz
Juni 2025
The lethal trifecta for AI agents — Formulierung der Drei-Element-Bedingung
2025–2026
Laufende Analysen zu EchoLeak, MCP-Poisoning und Agenten-Sicherheit

Quellen

  1. Willison, S. (2022): Prompt injection attacks against GPT-3: https://simonwillison.net/2022/Sep/12/prompt-injection/
  2. Willison, S. (2023): The Dual LLM pattern: https://simonwillison.net/2023/Apr/25/dual-llm-pattern/
  3. Willison, S.: Serie „prompt injection“: https://simonwillison.net/series/prompt-injection/
  4. Wikipedia: Simon Willison: https://en.wikipedia.org/wiki/Simon_Willison